Allgemeine Geschäftsbedingungen

für die Erbringung von Dienstleistungen von Janina Lieberwirth, AllyRoom, Löherstraße 27, 36037 Fulda, E-Mail: hallo@allyroom.de (nachfolgend „Auftragnehmer“) gegenüber seinen Kunden (nachfolgend „Auftraggeber“)

1. Allgemeines

1.1 Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) für die Erbringung von Dienstleistungen gelten für Verträge, die zwischen dem Auftraggeber und dem Auftragnehmer unter Einbeziehung dieser AGB geschlossen werden.

1.2 Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB (Selbstständige, Solo-Unternehmer, Gewerbetreibende). Ein Vertragsschluss mit Verbrauchern im Sinne des § 13 BGB wird ausdrücklich abgelehnt.

1.3 Der Auftragnehmer ist berechtigt, in eigenem Namen und auf eigene Rechnung die erforderlichen Leistungen an Subunternehmer zu vergeben, die ihrerseits ebenfalls Subunternehmer einsetzen dürfen. Der Auftragnehmer bleibt hierbei alleiniger Vertragspartner des Auftraggebers. Der Einsatz von Subunternehmern erfolgt nicht, wenn für den Auftragnehmer ersichtlich ist, dass deren Einsatz berechtigten Interessen des Auftraggebers zuwiderläuft.

1.4 Soweit neben diesen AGB weitere Vertragsdokumente oder andere Geschäftsbedingungen in Text- oder Schriftform Vertragsbestandteil geworden sind, gehen die Regelungen dieser weiteren Vertragsdokumente im Widerspruchsfalle den vorliegenden AGB vor.

1.5 Von diesen Geschäftsbedingungen abweichende AGB, die durch den Auftraggeber verwendet werden, erkennt Auftragnehmer – vorbehaltlich einer ausdrücklichen Zustimmung – nicht an.

2. Vertragsgegenstand und Leistungsumfang

2.1 Der Auftragnehmer erbringt als selbständiger Unternehmer digitale Beratungsdienstleistungen im Bereich Geschäftsprozess-Automatisierung für Solo-Unternehmer:innen. Das Angebot umfasst insbesondere folgende Leistungen:

a) 1:1 Prozess-Interview: Ein 90-minütiges Einzelgespräch zur Analyse eines vom Auftraggeber gewählten Geschäftsprozesses. Der Auftraggeber erhält im Anschluss ein individuelles Prozess-Drehbuch (schriftlich), ein visuelles Ablaufdiagramm sowie Modul-Tipps für die Umsetzung mit Make.com. Die Lieferung der Unterlagen erfolgt innerhalb von 3–4 Werktagen nach dem Gespräch per E-Mail.

b) Workshops und Kursprogramme: Digitale Schulungsangebote im Bereich Prozessverständnis und Automatisierung. Umfang und Inhalt werden produktspezifisch beschrieben.

2.2 Nicht Gegenstand der Leistung sind – sofern nicht ausdrücklich anders vereinbart – die technische Umsetzung von Automatisierungen in Make.com oder anderen Tools, laufender technischer Support sowie Schulungen zur Bedienung einzelner Softwareprodukte.

2.3 Der Auftragnehmer erbringt die vertragsgemäßen Leistungen mit größtmöglicher Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit.

2.4 Der Auftragnehmer ist in der Gestaltung der Leistungserbringung frei, insbesondere hinsichtlich Ort, Zeit und Art der Durchführung. Die Leistungserbringung erfolgt in Abstimmung und Koordination mit dem Auftraggeber.

2.5 Das 1:1 Prozess-Interview wird per Videokonferenz durchgeführt und aufgezeichnet. Die Aufzeichnung dient ausschließlich der Erstellung der vereinbarten Unterlagen und wird nicht veröffentlicht oder an Dritte weitergegeben. Der Auftraggeber erklärt sich mit der Buchung mit der Aufzeichnung einverstanden.

3. Mitwirkungspflichten des Auftraggebers

3.1 Der Auftraggeber ist verpflichtet, die für die Leistungserbringung erforderlichen Informationen, Daten und sonstigen Inhalte vollständig und korrekt zur Verfügung zu stellen.

3.2 Für das 1:1 Prozess-Interview gilt insbesondere: Der Auftraggeber wählt eigenverantwortlich einen Geschäftsprozess aus, der Gegenstand des Interviews sein soll. Er stellt sicher, dass er zu dem vereinbarten Termin erreichbar ist und über eine funktionsfähige Internetverbindung sowie die erforderliche Technik für eine Videokonferenz verfügt.

3.3 Der Auftraggeber bestätigt mit der Buchung, dass er die Leistung als Gewerbetreibende/r, Selbstständige/r oder Freiberufler/in im Rahmen seiner/ihrer unternehmerischen Tätigkeit im Sinne von § 14 BGB erwirbt.

3.4 Für Verzögerungen bei der Leistungserbringung, die durch verspätete oder unvollständige Mitwirkung des Auftraggebers entstehen, ist der Auftragnehmer nicht verantwortlich.

4. Vergütung, Zahlung und Stornierung

Vergütung und Zahlung

4.1 Die Vergütung für die jeweilige Leistung ergibt sich aus der zum Zeitpunkt der Buchung gültigen Preisangabe. Alle Preise verstehen sich in Euro zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.

4.2 Die Zahlung erfolgt im Voraus bei Buchung über den Zahlungsdienstleister Stripe. Der Vertrag kommt mit Abschluss des Zahlungsvorgangs zustande. Der Auftraggeber erhält nach Erbringung der Leistung eine Rechnung gemäß § 14 UStG per E-Mail.

Stornierung durch den Auftraggeber

4.3 Der Auftraggeber kann die Buchung bis 24 Stunden vor dem vereinbarten Termin stornieren. In diesem Fall erfolgt eine vollständige Rückerstattung des gezahlten Betrags.

4.4 Bei Stornierung weniger als 24 Stunden vor dem vereinbarten Termin ist keine Rückerstattung möglich.

Terminverschiebung

4.5 Der Auftraggeber kann den Termin bis zu zweimal verschieben, sofern die Verschiebung jeweils mindestens 24 Stunden vor dem ursprünglichen Termin erfolgt. Der neue Termin muss innerhalb von 30 Tagen nach der ursprünglichen Buchung liegen.

Nichterscheinen (No-Show)

4.6 Erscheint der Auftraggeber zum vereinbarten Termin nicht und hat sich nicht vorher gemeldet, erhält er einmalig die Möglichkeit, innerhalb von 14 Tagen einen Ersatztermin zu vereinbaren. Nimmt der Auftraggeber auch diesen nicht wahr oder meldet sich nicht innerhalb der Frist, ist keine Rückerstattung möglich.

Absage durch den Auftragnehmer

4.7 Muss der Auftragnehmer einen Termin absagen (z. B. wegen Krankheit), hat der Auftraggeber die Wahl zwischen einem neuen Termin nach seinem Wunsch oder einer vollständigen Rückerstattung.

Nachbesserung

4.8 Der Auftraggeber hat Anspruch auf eine einmalige, kostenfreie Nachbesserung der gelieferten Unterlagen, sofern diese innerhalb von 14 Tagen nach Lieferung angefragt wird. Voraussetzung ist, dass der Auslöser (Trigger) und der vereinbarte Tool-Stack des analysierten Prozesses unverändert bleiben. Änderungen, die ein neues Tool einführen, den Auslöser verändern oder den Prozess grundlegend umgestalten, stellen keine Nachbesserung dar, sondern einen neuen Auftrag.

5. Haftung / Freistellung

5.1 Der Auftragnehmer haftet aus jedem Rechtsgrund uneingeschränkt bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit, bei vorsätzlicher oder fahrlässiger Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, aufgrund eines Garantieversprechens, soweit diesbezüglich nichts anderes geregelt ist oder aufgrund zwingender Haftung. Verletzt der Auftragnehmer fahrlässig eine wesentliche Vertragspflicht, ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt, sofern nicht gemäß vorstehendem Satz unbeschränkt gehaftet wird. Wesentliche Vertragspflichten sind Pflichten, die der Vertrag dem Auftragnehmer nach seinem Inhalt zur Erreichung des Vertragszwecks auferlegt, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf. Im Übrigen ist eine Haftung des Auftragnehmers ausgeschlossen. Vorstehende Haftungsregelungen gelten auch im Hinblick auf die Haftung des Auftragnehmers für seine Erfüllungsgehilfen und gesetzlichen Vertreter.

5.2 Der Auftraggeber stellt den Auftragnehmer von jeglichen Ansprüchen Dritter frei, die gegen den Auftragnehmer aufgrund von Verstößen des Kunden gegen diese Vertragsbedingungen oder gegen geltendes Recht geltend gemacht werden.

6. Vertragsdauer und Kündigung

6.1 Die Vertragsdauer und die Fristen zur ordentlichen Kündigung vereinbaren die Parteien individuell.

6.2 Das Recht beider Parteien zur fristlosen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.

6.3 Der Auftragnehmer hat alle ihm überlassenen Unterlagen und sonstigen Inhalte nach Vertragsbeendigung unverzüglich nach Wahl des Kunden zurückzugeben oder zu vernichten. Die Geltendmachung eines Zurückbehaltungsrechts daran ist ausgeschlossen. Elektronische Daten sind vollständig zu löschen. Ausgenommen davon sind Unterlagen und Daten, hinsichtlich derer eine längere gesetzliche Aufbewahrungspflicht besteht, jedoch nur bis zum Ende der jeweiligen Aufbewahrungsfrist. Der Auftragnehmer hat dem Unternehmen auf dessen Verlangen die Löschung schriftlich zu bestätigen.

7 Vertraulichkeit und Datenschutz

7.3 Die im Rahmen des 1:1 Prozess-Interviews angefertigte Aufzeichnung wird vom Auftragnehmer ausschließlich zur Erstellung der vereinbarten Unterlagen verwendet. Die Aufzeichnung wird nach Lieferung der Unterlagen und Ablauf der Nachbesserungsfrist (14 Tage) gelöscht, sofern keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen.

8. Schlussbestimmungen

8.1 Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des CISG.

8.2 Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein oder werden, so wird die Gültigkeit der AGB im Übrigen hiervon nicht berührt.

8.3 Der Auftraggeber wird den Auftragnehmer bei der Erbringung seiner vertragsgemäßen Leistungen durch angemessene Mitwirkungshandlungen, soweit erforderlich, fördern. Der Auftraggeber wird insbesondere dem Auftragnehmer die zur Erfüllung des Auftrags erforderlichen Informationen und Daten zur Verfügung stellen.

8.4 Sofern der Auftraggeber Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist oder keinen allgemeinen Gerichtsstand in Deutschland hat, vereinbaren die Parteien den Sitz des Auftragnehmers als Gerichtsstand für sämtliche Streitigkeiten aus diesem Vertragsverhältnis; ausschließliche Gerichtsstände bleiben hiervon unberührt.

8.5 Der Auftragnehmer ist berechtigt, diese AGB aus sachlich gerechtfertigten Gründen (z. B. Änderungen in der Rechtsprechung, Gesetzeslage, Marktgegebenheiten oder der Geschäfts- oder Unternehmensstrategie) und unter Einhaltung einer angemessenen Frist zu ändern. Bestandskunden werden hierüber spätestens zwei Wochen vor Inkrafttreten der Änderung per E-Mail benachrichtigt. Sofern der Bestandskunde nicht innerhalb der in der Änderungsmitteilung gesetzten Frist widerspricht, gilt seine Zustimmung zur Änderung als erteilt. Widerspricht er, treten die Änderungen nicht in Kraft; Auftragnehmer ist in diesem Fall berechtigt, den Vertrag zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung außerordentlich zu kündigen. Die Benachrichtigung über die beabsichtigte Änderung dieser AGB wird auf die Frist und die Folgen des Widerspruchs oder seines Ausbleibens hinweisen.

9. Informationen zur Verbraucherschlichtung

Der Anbieter ist nicht bereit oder verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.

 

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